Gedanken eines Vaters


sep.1984

Als ich am 4.April an der Unfallstelle ankam ahnte ich schon was ganz schlimmes.
Meine ersten Gedanken waren wie ich Dich im Rollstuhl spazierenfahre, aber das es ganz schlimm war
daran habe ich nicht geglaubt.
Etwa 10 Minuten später kam dann der Notarzt und stieg in den Rettungswagen. Ich sah durch die Scheibe
wie er Dich ansah und dann mit dem Kopf schüttelte,
-da wußte ich es ist alles aus.

Ich ging zu Mama die bei Karl im Auto saß um ihr die
Nachricht zu überbringen ,aber wie?
Ich sprach sie an und da wußte auch sie es.

Mama ist fast zusammengebrochen und ich stand
hilflos daneben.

Etwas später habe ich Dich dann noch im Notarztwagen
angesehen. Diesen Anblick habe ich so oft vor den
Augen das ich ihn wahrscheinlich nicht vergessen werde.

Wir sind dann mit Karl,Ellen Björn und Melanie nach
Hause gefahren. Die vier haben die halbe Nacht mit
uns geweint. Ich habe in der Nacht alle möglichen
Leute angerufen weil ich nicht wußte was ich machen
soll.Da fiel mir Oma Elli ein,rief sie an und sie kam
sofort. Oma wußte was in uns vorging da sie fast auf
den Tag 5.4.1974 das gleiche Schicksal traf.
Damals wurde ihr Sohn,mein Bruder von einem
Betrunkenem überfahren.

Am nächsten Tag hatten wir das Haus voller Leute
sitzen und alle waren unendlich traurig!
Dein Klassenlehrer kam mit einer Abordnung aus
Deiner Klasse und ich habe Ihnen etwas über das Rollerfahren erzählt.
Mittags waren dann Herr Albrecht und Herr Krahe
da ,"Sie erzählten das sie die Schule geschlossen
haben, weil niemand in der Lage war etwas zu lernen.

Es kam der Tag der Bestattung.

Wir waren gerade dabei uns fertig zu machen als es
klingelte. Ich öffnete und Dein großer Bruder Thorsten
zu dem wir einige Zeit keinen Kontakt hatten stand vor
mir. Er weinte und mir ging es nicht anders. Es ist
schade das man erst durch so einen Vorfall wieder
zusammenfindet.

Bei der Beerdigung waren sehr viele Menschen und ich
war so verwirrt das ich Oma die mir etwas sagen wollte
gar nicht gesehen habe. Danke möchte ich noch Tobias
sagen der die Trauerfeier zum größten Teil mitgestaltet
hat.

Danke auch an Deine Freunde die Dir an Deinem Sarg
Deine Lieblingslieder gesungen haben, (Ich bin in Dir
und Die besten sterben jung )beide Stücke von Böhse
Onkelz!
Auch jetzt nach acht Monaten fahre ich noch
oft zum Friedhof um Dich zu besuchen. Manchmal kann
ich es gut ,ein anderes mal nicht aber ich hoffe dafür
hast Du Verständnis, wenn ich es nicht schaffe zum
Friedhof zu fahren besuche ich DICH einfach auf
DEINER Website die wir für Dich erstellt haben.
Ich denke die Website gefällt Dir auch.

Für uns ist sie auch ein Teil um die Trauerarbeit zu
bewältigen.


Danke an alle die mit uns fühlen und für jedes
tröstende Wort

DOMINIC IN MEINEM HERZEN LEBST DU
WEITER!!!!!!


Dein Papa



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